Ehemaliger Steinbruch Schöneberg: „auf gute Zusammenarbeit!“
Nahe der Ortslage Schöneberg der Gemeinde Ruppicheroth findet sich im Bröltal ein ehemaliger Steinbruch, in dem bis in die 1970er Jahre Grauwacke abgebaut wurde. Das Material wurde zum Straßenbau, vor dem 2. Weltkrieg lokal auch zum Hausbau verwendet. Heute beitzt der Steinbruch eine Hufeisenform von ca. 90 m Durchmessern, die von bis zu 30 m hohen Felswänden begrenzt ist. Die ebenen Bereiche des Steinbruches werden seit vielen Jahren vom Bergischen Naturschutzverein (RBN; c/o Heinz Schumacher) gemäht, dennoch ließ sich eine schleichende Verbuschung insbesondere entlang der Felsen nicht verhindern. Umfassendere Maßnahmen sind notwendig, um den hohen Naturschutzwert des Standortes zu erhalten. Der erste Schritt sollte der Ankauf sein. Als Partner fand die Biologische Station den Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) mit Sitz in Much. Er erklärte sich bereit, den Ankauf zu finanzieren. Die Verhandlungen mit den zahlreichen Eigentümern erwiesen sich als schwierig. Letztendlich gelang es aber, den größeren und ökologisch bedeutsameren Teil des Steinbruchs anzukaufen. Herzlichen Dank an den ETN für sein großes Durchhaltevermögen und die Finanzierung. Die Biologische Station ist nun Pächterin des Steinbruchs, die Pflege bleibt in den bewährten Händen des RBN. Zur Sicherheit wurde der Steinbruch eingezäunt. Der RBN begann mit umfangreichen Biotoppflegemaßnahmen. Der Erhalt des Lebensraumes für viele seltene Pflanzen- und Tierarten ist damit gesichert.
Sieferstal
Dieses Tal verbindet Hennef-Bröl mit H.-Happerschoss. Im Talgrund finden sich wertvolle Feucht- und Nasswiesen. Zwei große Grünlandflächen werden durch die Station bewirtschaftet.
Aktuell unterstützt die Biologische Station das Mutter-Kind-Haus in Hennef bei der Gestaltung einer Streuobstwiese im Sieferstal.
Zieferbachtal
Nördlich von Happerschoss und Heisterschoss verläuft das Zieferbachtal. Hier werden eine wertvolle Feuchtwiese im Talgrund und zwei Obstwiesen gepflegt.
Lohmar-Donrath: Weihersiefen
Ältere Meldungen belegen, dass es hier mal eine Gelbbauchunken-Population gab. Daher wurde das Gebiet nach geeigneten Laichplätzen abgesucht, leider ohne Erfolg. Insgesamt scheint der Weihersiefen aber als Lebensraum geeignet. Vielleicht können hier irgendwann einmal geeignete Laichgewässer angelegt werden.
Ottersbachtal und Rieferather Bachtal
Ottersbach und sein Zufluss Rieferather Bach münden bei Eitorf von Norden kommend in die Sieg. Im Talgrund sind noch wertvolle Feucht- und Nasswiesen vorhanden, die aber durch Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung verbrachten. Die angepasste Bewirtschaftung einiger Flächen erfolgt nun über die Biologische Station.
Hellenbach
Viel abgelegener und unzugänglicher geht es kaum. Kein Wunder, dass dieses wunderschöne und ökologisch wertvolle Tal nördlich Seelscheid (Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid) verbrachte. Es wird nun im Sinne des Naturschutzes gepflegt.








