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Freitag, 18. Mai 2012

Über uns

Finanzierung

Der Kernhaushalt unserer Biologische Station wird zu 80% vom Land Nordrhein-Westfalen, zu 20 % vom Rhein-Sieg-Kreis finanziert. Hinzu kommen erhebliche Einnahmen des landwirtschaftlichen Betriebes und eingeworbene Drittmittel.

Unsere Biologische Station besitzt wie alle anderen die drei Förderstandbeine („Säulen“)

  • Schutzgebietsbetreuung
  • Vertragsnaturschutz
  • „Regionales Profil“ (Umweltbildung, Beratung, Öffentlichkeitsarbeit)

Schutzgebietsbetreuung

Die Biologische Station betreut gemeinsam mit der Forst- und Kreisverwaltung sowie der Bezirksregierung Köln Schutzgebiete im Kreisgebiet. Sie ist dabei auch Partnerin der Naturschutzverbände und –vereine sowie der Landwirtschaft.

Beispiele sind das Siebengebirge mit seinen Streuobstwiesen und Weinbergsbrachen, Grünlandflächen am Eifelfuß oder Wiesentäler an der Sieg.

Betreuung bedeutet hier sowohl die Abstimmung mit allen beteiligten Akteuren, die Erstellung planerischer Grundlagen, die Durchführung praktischer Biotoppflegearbeiten und die Effizienzkontrolle für die Maßnahmen.

Im Rhein-Sieg-Kreis nehmen über 90 Naturschutzgebiete immerhin 13,9 % (160,33 km²) der Kreisfläche ein. Die meisten gehören zum Netz der NATURA 2000-Gebiete: Diese unterteilen sich in

  • die EG-Vogelschutzgebiete (Kottenforst und Waldville; Wahner Heide)
  • und die FFH-Gebiete (nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU) von gemeinschaftlicher Bedeutung (z.B. Siebengebirge, Siegtal, Leuscheid). Nach Brüssel wurden aus dem Rhein-Sieg-Kreis 25 FFH-Gebiete (ca. 140 km²) gemeldet.

Hinzu kommen Artenschutzprojekte für Tier- und Pflanzenarten, die für unsere Region charakteristisch sind und Betreuung benötigen. Beipiele sind Schwarz- und Rotmilan, Gelbbauchunke, Knoblauchkröte, Mauereidechse, Ameisenbläulinge oder die Weinbergsflora.

Zur Finanzierung der umfangreichen Tätigkeiten wirbt die Biologische Station zusätzlich zu ihren Haushaltsmitteln Drittmittel ein. Zu nennen sind Zuwendungen der Sparkassen- oder HIT-Stiftung, die Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfalen Stiftung Natur-Heimat-Kultur oder mit dem Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN). Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert die Biologischen Stationen im Rheinland über das Netzwerk Biologische Stationen Rheinland.

Außerdem ist die Biologische Station als landwirtschaftlicher Betrieb gemeldet:

  • sie führt in ihrem Flächenverzeichnis ca. 150 ha bewirtschaftete Flächen. Diese werden nach naturschutzfachlichen Maßstäben gepflegt. Finanziert werden diese Arbeiten insbesondere über Betriebsprämien, Vertragsnaturschutz und Föderung aus dem Uferrandstreifenprogramm.
  • sie bedient sich dabei zweier Schafherden mit einem Gesamtbestand von mehr als 300 Muttertieren. Dementsprechend ist sie als Tierhaltungsbetrieb angemeldet.
  • in den letzten Jahren wurde in landwirtschaftliche Geräte (Mähtrak, Schwader, Ladewagen etc.) investiert, um die Aufgaben, dort wo es naturschutzfachlich möglich ist, effektiv umzusetzen. Es verbleiben aber zahlreiche Flächen, die auf schonende Handarbeit angewiesen sind oder in Bezug auf Hanglage oder Bodenbeschaffenheit keinen Maschineneinsatz zulassen.
  • sie vermarktet regionale Produkte von Streuobstwiesen des Rhein-Sieg-Kreises. Dies sind aktuell Apfelsaft sowie Brände.

Vertragsnaturschutz

Dieses Tätigkeitsfeld umfasst die Betreuung und Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe im Kreisgebiet, die auf ihren Flächen umwelt- und naturschonende Bewirtschaftungsweisen umsetzen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die Säule „Regionales Profil“ beinhaltet Umweltbildungsmaßnahmen, vielfältige Beratungsleistungen für Bürger, Vereine und Kommunen sowie die Öffentlichkeitsarbeit zu Naturschutzthemen.