Rotmilanerfassung im Rhein-Sieg-Kreis 2015

Rotmilan (Foto: G. Hahn)
Rotmilan (Foto: G. Hahn)

Der Rotmilan (Abb.) ist eine der auffälligsten und charakteristischsten Vogelarten im Rhein-Sieg-Kreis.

 

Bereits in den Jahren 2004 und 2005 wurden durch die Biologische Station Rhein-Sieg umfangreiche Erfassungen vorgenommen. Diese wurden nun nach 10 Jahren in 2014/2015 mit gleicher Methodik wiederholt.

 

In einem ersten Schritt erfolgte eine Abfrage der Bürgerschaft, die dadurch umfangreich gewonnenen Daten waren Grundlage für die anschließenden Horst- und Revierkartierung durch beauftragte Ornithologen.

Der Rhein-Sieg-Kreis zählt danach zu den am bundesweit dichtesten mit Rotmilanen besiedelten Regionen. Landesweit stellt er das Dichtezentrum für diese geschützte Greifvogelart dar. Insgesamt wurden 123 Brut- bzw. Revierpaare nachgewiesen.

 

Der Rotmilan profitiert hier von einer oft noch kleinteiligen, grenzlinien- und reliefreichen Landschaftsstruktur (Abb.). Gefährdungen gehen insbesondere von einer zu intensiven Forstwirtschaft, der Bedrohung durch die Errichtung von Windkraftanlagen, den Bau von Straßen, Wohn- und Gewerbegebieten sowie einer in den Brutbereichen zu intensiven Freizeitnutzung aus.

 

Dem Rhein-Sieg-Kreis kommt für den Erhalt dieser regionalen Charakterart auch in bundesweiter Betrachtung eine herausragende Bedeutung zu. Dies ist bei künftigen Planungen unbedingt zu beachten!

 

Hier finden Sie ein Summary der gerade in Charadrius publizierten Untersuchung als pdf: Brune, J., Steinwarz, D., Hirschfeld, A., Skibbe, A. & Lampertz, S., 2017: Erneute Reviererfassung des Rotmilans Milvus milvus im Jahre 2015 im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) zeigt gegenüber 2005 einen deutlichen Bestandsanstieg, Charadrius 53, Heft 3-4: 147-154.

 

Falls Sie diese komplett haben möchten, können Sie diese (Jahrgang 53, Heft 3-4) unter huisman-fiegen@nw-ornithologen.de zum Preis von € 10,00 bestellen. Weitere Informationen erhalten Sie jederzeit bei der Biologischen Station.

Der Rotmilan braucht strukturreiche Landschaften (hier bei Much; Bild: D. Steinwarz)
Der Rotmilan braucht strukturreiche Landschaften (hier bei Much; Bild: D. Steinwarz)