Ein Wasserbauingenieur kehrt zurück: Der Biber an der Sieg

Da seit 2018 eindeutige Spuren an der unteren Sieg aufgetaucht sind, beobachten wir die überraschende Ausbreitung des Bibers bei uns im Kreis. Im Winter und Frühjahr lassen sich die Fraßspuren im Uferbereich der Sieg besonders gut erfassen. Zusammen mit dem BUND Rhein-Sieg laufen wir Uferabschnitte zwischen Troisdorf und Hennef ab und kartieren die Biberspuren. Wir setzen stellenweise auch Wildkameras ein. Wir gehen derzeit davon aus, dass mindestens 3 verschiedene Individuen an der Sieg bei uns aktiv sind sind. Die genaue Herkunft der Tiere ist unklar. Genetische Untersuchungen an Haarproben haben 2021 ergeben, dass es sich um den Europäischen Biber Castor fiber handelt. Wir würden uns freuen, wenn sich diese bedrohte  und streng geschützte Art wieder bei uns dauerhaft ansiedelt, weil der Biber die Strukturvielfalt an Gewässern erheblich verbessern kann und als Ökosystem-Ingenieur die Renaturuerung von Auen unterstützt, besonders an kleineren Fließgewässern. Hinweise zur Unterscheidung von Nutria, Biber und Bisam, die alle drei an der Sieg vorkommen, finden Sie hier. Wir danken dem BUND RSK, dem LANUV NRW, dem Senckenberg-Institut, den Kollegen der Biol. Station Düren (L. Dalbeck) und Detlef Karbe aus Hennef für Unterstützung beim Biber-Monitoring. 

Fragen und Beobachtungen bitte melden an Klaus Weddeling.